Knieendoprothetik: Implantattypen im EPZ Johanneum Wildeshausen

Eine krankhafte Veränderung oder ein Unfall können ein Gelenk so schädigen, dass die Lebensqualität durch Schmerzen und die Einschränkung körperlicher Fähigkeiten stark gemindert ist. Ist der Erhalt des Gelenkes nicht mehr möglich, eröffnet die Implantation eines Kunstgelenkes (Endoprothese) die Perspektive für ein schmerzfreies Leben. In unserem EndoProthetikZentrum kommen folgende Implantattypen zum Einsatz:

  • Ungekoppelte Schlitten- oder Oberflächenprothesen:
    Diese Prothesen werden bei noch funktionsfähigen Bändern und intaktem Muskelgewebe sowie intakter Gelenkkapsel verwendet und knochensparend implantiert. Sie ersetzen nur die geschädigten Gelenkoberflächen. Das Ergebnis ist die optimale Beweglichkeit des operierten Knies.

  • Teilgekoppelte Prothesen:
    Die Prothesenart kommt bei Verlust des hinteren Kreuzbandes oder bei partiellem Verlust der Seitenbänder zum Einsatz. Die jeweilige Kopplung unterstützt dabei das instabile Band. Zudem können mit modularen Anbauteilen Knochendefekte ausgeglichen werden und mit Stielverlängerungen besser Hebelwirkungen aufgefangen werden. Alternativ wir hierzu auch Eigen- oder Fremdknochen zum Defektaufbau verwendet. Die Beweglichkeit nach der Operation ist in der Regel wie nach einem Oberflächenersatz gut möglich.

 

  • Achsgekoppelte Prothesen:
    Bei diesem Prothesentyp werden komplett zerstörte Bänder des Kniegelenkes wieder aufgefangen, um eine stabile Beweglichkeit herzustellen. Knochendefekte können auch hier durch modulare Anbauteile oder durch Knochenaufbauplastiken ersetzt werden. Die Beugefähigkeit kann hierbei im Einzelfall oder nach mehrfachen Voroperationen im Vergleich zum Oberflächenersatz etwas eingeschränkt sein.

 

  • Modulare Sonderprothesen
    Bei sehr stark ausgeprägten Schäden der Knochen und Bänder (z.B. nach mehrfachen Wechseloperationen) kommen modulare Sonderprothesen zum Einsatz.

    Entsprechend den in der Operation erforderlichen Bedürfnissen werden die modularen Sonderprothesen wie ein Baukastensystem zusammengesetzt und stellen die ursprüngliche gewünschte Anatomie zum Erzielen einer guten Funktion wieder her.

 

  • Sonderprothesen bei bestehender Metallallergie:
    Mit einer Endoprothese wird dauerhaft Material in den Körper eingebracht, gegen dessen Inhaltsstoffe Überempfindlichkeiten entstehen können.
    Diese Gefahr wollen wir im EPZ Johanneum Wildeshausen minimieren und fragen daher jeden Patienten vor der Operation gezielt nach vorliegenden Allergien. Sollte der Verdacht einer Allergie gegen ein/en Material/Inhaltsstoff des Implantates und ggf. des Knochenzementes vorhanden sein, wird diesem mit einer eingehenden, allergologischen Diagnostik nachgegangen.
    Besteht die Möglichkeit einer Sensibilisierung, werden Prothesen aus alternativem Material mit hypoallergenen Eigenschaften verwendet.

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