Bisher keine mangelhaften Produkte

PROTHESEN-SKANDAL Im Johanneum werden jährlich Hunderte Implantate eingesetzt

Quelle: Nordwest Zeitung, vom 29.11.2018, Autor: Christoph Koopmeiners

WILDESHAUSEN/KOP/LD – Das Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen habe bislang keine Erfahrungen mit mangelhaften Implantaten bei Hüft- und Knieprothesen gemacht. Das hat am Mittwoch der Chefarzt und Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Johanneum, Dr. Nils Goecke, berichtet. Die Klinik hat sich auf die Endoprothektik von Hüfte und Knie spezialisiert und ist als Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung (EPZ max.) zertifiziert.

„Wir legen auf die Qualität der bei uns verwendeten Implantate höchsten Wert. Daher beziehen wir ausschließlich geprüfte Implantate von renommierten Herstellern und unterziehen die Produkte hausintern nochmals Qualitätskontrollen“, erklärt der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Alexander Terzic. Im Johanneum würden jährlich viele hundert Implantate eingesetzt. Dazu zählten Knie- und Hüftprothesen, Herniennetze, Defibrillatoren und Herzschrittmacher, die alle den sehr hohen Qualitätsanforderungen entsprächen.

Nach Angaben von Goecke werden jährlich mehr als 600 endoprothetische Eingriffe vorgenommen, dazu zählen auchWechseloperationen. Als erfahrener Operateur für Wechseloperationen und Korrektureingriffe weiß er: „Die Ursachen für die Notwendigkeit eines Implantatwechsels sind vielfältig. So beträgt die Standzeit eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenkes durchschnittlich circa 15 Jahre. Die Probleme der Patienten sind vielfältig, so können beispielsweise eine Instabilität des Gelenkes, allergische Reaktionen, Infektionen oder Knochenbruch im Einzelfall auftreten.“ Komme ein Patient mit einer schmerzhaften Hüft- oder Knieprothese, folge eine umfassende Problemanalyse. Mit mangelhaftem Produktmaterial habe das Johanneum noch nicht zu tun gehabt. „Die Auswahl unserer Produkte erfolgt auf Basis von Registern mit Langzeiterfahrung aus verschiedenen Ländern wie England, Norwegen, Australien und Schweden, wo die bei uns eingesetzten Implantate mit Bestnoten bewertet werden“, so Goecke.

Aus Gründen der Qualitätssicherung beteilige sich das EPZ auf freiwilliger Basis am Endoprothesen-Register Deutschland (EPRD). Ziele dieses Registers seien unter anderem der langfristige Vergleich und die Beurteilung der Qualität der Produkte und Behandlungsverfahren, die Sicherung des Behandlungsergebnisses sowie die Verringerung der Zahl der Wechseloperationen und Korrektureingriffe.

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