Maximum bei Knie und Hüfte

GESUNDHEIT Johanneum ist einer von zwölf Rundum-Versorgern in Niedersachsen

Quelle: Nordwest Zeitung, vom 08.11.2017, Autor: Verena Sieling BILD: Sieling

 WILDESHAUSEN – Der Stolz war dem Personal des Krankenhauses Johanneum in Wildeshausen am Dienstag anzumerken. „Wir sind damit das zwölfte Haus in Niedersachsen“, sagte Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt. Gemeint war das Endoprothetik-Zentrum. In diesem – abgekürzt – EPZ werden Patienten behandelt, die ein künstliches Knieoder Hüftgelenk brauchen oder bereits haben. Das EPZ am Johanneum ist jetzt, wie elf weitere Zentren in Niedersachsen, offiziell als Maximalversorger („EPZ Max“) zertifiziert. Voraussetzung: 200 OPs Die Qualitätsmanagementbeauftragte des Johanneums, Irmgard Rawe, präsentierte zusammen mit Olaf Maethner, Dr. Nils Goecke und Jörg Weikert sowie Dr. Michael Bechara vom EndoprothetikZentrum das Zertifikat.

Es ist das höchste Prüfsiegel in der Gelenkersatzchirurgie und gilt zunächst für drei Jahre. Zusätzlich prüfen externe Experten einmal im Jahr, ob das Zentrum die entsprechenden Voraussetzungen noch einhält. Diese galt es auch zu erfüllen, um das Zertifikat zu erlangen. „Ein Hauptoperateur muss im Jahr auf mindestens 50, ein Senioroperateur auf mindestens 100 Operationen kommen“, erklärte Goecke. Insgesamt kam das Zentrum im vergangenen Jahr auf 560, in diesem Jahr auf mehr als 600 Eingriffe. Das Johanneum liegt damit deutlich über der Anforderung. „Für ein EPZ Max sind mindestens 200 endoprothetische Eingriffe notwendig.“ Die Voraussetzung erfüllt das Zentrum seit drei Jahren. Warum das Zertifikat nicht früher beantragt wurde? „Wir wollten sichergehen, dass wir das ,normale’ Zertifikat halten können“, so Goecke. Das Zertifikat „Endoprothetik-Zentrum“ besitzt das Johanneum seit 2013.

Eine weitere Voraussetzung, um als „Maximalversorger“ zu gelten, ist das Inventar, erklärte Goecke weiter. Das EPZ muss eine große Auswahl an Implantaten vorrätig haben, „für Sondersituationen“. Zwar nicht oft, aber es komme schon mal vor, dass während einer Operation ein anderes Implantat eingesetzt werden muss. „Bei einem Patienten ist es nicht wie bei einem Auto, bei dem man vorher weiß, welches Teil passt“, veranschaulichte Unfallchirurg Bechara die Situation. Dies komme bei Patienten vor, die zum Beispiel einen Unfall erlitten hatten oder zuvor schon operiert worden waren, erklärte er. Gelenke erhalten Patienten kämen unter anderem ins EPZ nach Wildeshausen, um sich gelenkerhaltenden Eingriffen zu unterziehen, so Goecke. Einer davon ist die Tripple-Osteotomie am Becken. Gut 60 im Jahr werden am Johanneum vorgenommen. „Das ist recht viel. Das bieten nicht viele Kliniken an“, ergänzte Goecke. Mit der EPZ-Maximalversorgung habe das Krankenhaus eine weitere Säule beziehungsweise einen Schwerpunkt hinzubekommen, sagte Bartelt. „Unsere Operateure verfügen über große Erfahrung. Die Fallzahlen sprechen für sich.“ Zufriedene Patienten, ergänzte Goecke, brächten wiederum neue Patienten mit sich.

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